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Über uns
Unsere
Pulsar XP wurde von einem fliegerisch vorbelasteten Vater/Sohn-Gespann
gebaut.
Josef
Peter
Ergänzt wird das Pulsar-Team von zwei weiteren Piloten, die ebenfalls dafür sorgen,
dass die
D-EPJH möglichst häufig in die Luft kommt.
Kathrin
Alexander

Der Vater

Josef Holland
Am 24.12.1920
erblickte er seinen ersten Weihnachtsbaum – allerdings bekam er wohl nicht sehr
viel davon mit. Als Heranwachsender war er in seiner Jugend einer der ersten Segelflieger hier in unserer Gegend.
Er erlernte den Beruf des Kfz-Mechanikers und war in der Kriegszeit als
Triebwerksmechaniker und -prüfer bei der Luftwaffe tätig. Sein eigentlicher
Wunsch, nämlich in die fliegerische Laufbahn einzutreten, wurde ihm aus
gesundheitlichen Gründen verwehrt. Wahrscheinlich war's ganz gut so. Jetzt
jedenfalls erfreut er sich noch immer bester Gesundheit und hat den Krieg
überlebt.
Nach dem Krieg stand dann die Gründung der Familie, seine Meisterprüfung und
der Aufbau seines Kfz-Betriebs im Vordergrund; an Fliegen war nicht zu
denken. Deshalb schaffte er es auch nicht mehr, selbst den Luftfahrerschein
zu machen. Dafür ist er aber nach wie vor begeisterter Modellflieger und
nimmt auch gerne in der Pulsar auf dem rechten Sitz Platz.
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Der Sohn

Peter Holland
Als meines
Vaters Sohn und Zweitgeborener kam ich 1953 in den Rheingau. Meine Eltern
riefen mich Peter und zunächst verlief alles auch ganz gut, bis mir mein
Vater 1963 einen Modellbaukatalog mitbrachte und da waren Flugmodelle drin.
Nun begann sich die Geschichte zu ändern.
Wir beide begannen noch 1963 mit dem Flugmodellbau und haben da so ziemlich
alles mitgemacht, was die stürmische technische Entwicklung brachte. Daddy
macht heute immer noch mit Freude Flugmodellbau. Ich mache
es auch nach wie vor sehr gern, kann mich aber zeitlich nicht vierteilen. In
diese Zeit fiel auch das Lernen des Umgangs mit Kunstharzen, ein für den Bau
der Pulsar unschätzbarer Vorteil. Wir hatten unseren Spaß, bis mich im Jahr
1990 der Hafer stach.
Das Fliegen
geht los
Ich hatte mittlerweile studiert, eine Familie gegründet und ein Haus
gekauft. Dieses liegt dummerweise so, dass ich vom Garten aus beim
Kaffeetrinken die Segelflieger von den "Eibinger Forstwiesen" bei Rüdesheim beobachten kann.
Irgendwann war's dann soweit. Ich wollte fliegen lernen. Also lernte ich in
Rüdesheim ein bisschen Segelfliegen, aber das hat mir nie so den richtigen
Spaß gemacht. Ewig mit 'nem Nullschieber im Kreis rumzuduseln war's
irgendwie nicht.
Aber der Verein bekam auch noch einen Motorsegler, einen Falken von Scheibe,
die gute D-KBUI. Auf der "Uniform-India" schulte ich dann und "machte" den PPL-B. Von da ab war die Uniform-India vor mir nicht mehr sicher. Ein
Mehrtagestrip zu den ostfriesischen Inseln und an die Ostsee war toll. Dann
trug sie mich sogar bis tief ins Ungarland. Mann, tat mir danach das Kreuz
weh! Ich hatte Blut geleckt, mit dem Flugzeug zu reisen.
Es zeigte sich leider schnell, dass das mit einem Vereinsflieger, der am
Wochenende samstags um die Mittagszeit zwei Stunden für Gastflüge und am
Sonntag um die gleiche Zeit noch mal für 'ne halbe Stunde Gastflug gebraucht
wurde, einfach nicht zu machen war. Es keimte der
Wunsch nach
dem eigenen Flugzeug
Der Falke war
brav, aber auch langsam und unbequem. Ich hatte aber "nur" den PPL-B, durfte
also nur Motorsegler fliegen. Also überlegte ich am Kauf eines gebrauchten
Motorseglers. Eine Valentin Taifun wäre schon gar nicht schlecht gewesen. Da
aber kam des Verhängnisses nächster Teil:
Im Aerokurier wurde 1994 ein Nurflügler vorgestellt, der sich gerade in der
Entwicklungsphase befand, die PUL-10. Mein Vater kam auf die Idee: "Das Ding
könnten wir doch bauen!". Mhmmmm, ein Nurflügler hat echt was, aber die
PUL-10 hatte auch etwas, das ihr fehlte. Sie hatte nämlich keine
Steuerungsmöglichkeit um die Hochachse und das geht bei Seitenwind bei Start
oder Landung nicht lange gut. Mittlerweile ist das Projekt eingeschlafen,
aber der Wurm saß im Hinterkopf.
Zwei oder drei Ausgaben später stellte wieder der Aerokurier die Pulsar XP
vor. Mann, das war's! Handlich, für zwei Personen, flott, zerlegbar und
bezahlbar bei auch überschaubaren Unterhaltskosten. Im Oktober '94 kam das
Werbevideo an. Am 24.01.95 wurde der Bausatz bestellt. Geflogen hatte ich
das Flugzeug zwar nicht, es gab in Deutschland nämlich noch keine fliegende Pulsar. Aber gesehen hatte ich es und es gilt noch immer der alte Spruch in
der Fliegerei: "Was gut aussieht fliegt auch gut." Erfreulicherweise stand
der Dollar damals bei DM 1,53. Das war auch gut.
Jetzt ging's ans Warten auf die Kiste aus den Staaten. Die Zwischenzeit
nutzte ich, um den Motorflugschein, den PPL-A, auf meinen "B"
draufzusatteln. Zwischenzeitlich kam noch die CVFR-Berechtigung dazu, die es
ermöglicht, das eine oder andere Beschränkungsgebiet in der Luft (doch, das
gibt's auch und zwar ganz schön häufig) legal zu durchfliegen.
Als der Flieger irgendwann später fertig war und seinen Erstflug hinter sich
hatte, stand die Flugerprobung an. Die machen am besten zwei Piloten
gemeinsam, die ihre fliegerischen Fähigkeiten gegenseitig gut kennen und die
es auch vertragen, wenn das Flugzeug, na, sagen wir mal, eine "ungewöhnliche
Fluglage" einnimmt.
Hier kam nun unsere Frau im Team ins Spiel – natürlich ebenfalls Mitglied
bei den Rüdesheimer Segelfliegern – mit der ich fliegerisch von Anfang an
auf einer Wellenlänge lag, was viele gemeinsame Motorseglerflüge zur Folge
hatte.
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Die Frauenquote

Kathrin Diederich
Bis zu meinem
17. Lebensjahr ging alles gut. Da bisher keiner aus meiner Familie mit dem
Flugvirus infiziert war, dachten sich meine Eltern auch nichts dabei, als
ich während eines Sommerurlaubs in Unterwössen bei der Deutschen
Alpensegelflugschule einen Gastflug im Segelflugzeug machte. Erst als ich
mich ein Jahr später (1993) beim Luftsportclub Rheingau zu einem
zweiwöchigen Segelflug-Schnupperkurs anmeldete und danach auch gleich in den
Verein eintrat, mussten sie die Hoffnung, dass sich ihre Tochter doch noch
für ein "normales" Hobby entscheiden würde, begraben.
Ich selbst hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch keinerlei Motorflugambitionen,
da auch schon allein der finanzielle Aspekt den PPL-A für eine arme
Studentin in weite Ferne rücken ließ. So machte ich mich also mit Feuereifer
an meine Segelflugausbildung und war rundherum zufrieden, wenn ich
Sonntagnachmittags mit der Ka 8 in Platznähe herumgurken durfte. Mit unserem
Motorsegler hatte ich zu diesem Zeitpunkt zwar auch schon den einen oder
anderen Start gemacht, aber da mich die Flüge nie über die Umgebung des
Platzes hinausführten, fand ich das auch nicht sonderlich aufregend.
Alles hätte so schön sein können, wenn ich nicht eines Tages Peter Holland,
ebenfalls Mitglied in unserem Verein, dazu überredet hätte, mit mir in
unserem Mose zu meiner Cousine nach Bad Neustadt zu fliegen. Denn plötzlich
merkte ich, dass man mit einem Motor am Flugzeug doch tatsächlich ziemlich
schnell dahin kommt, wo man auch hin möchte... Auf jeden Fall hatte mich
nach diesem Ausflug das Motorflugfieber gepackt und ich konnte es kaum
erwarten, nach meiner Segelflugausbildung mit dem PPL-B zu beginnen.
Also kratzte ich meine paar Kröten, die ich mir mühsam beim Kellnerieren
verdient hatte, zusammen und machte mich auf den Weg zur Fränkischen
Fliegerschule Feuerstein, da ich die Moseausbildung etwas zügiger als die
Segelflugausbildung hinter mich bringen wollte.
Tja, und in Feuerstein standen dann diese schicken, schnellen UL's rum und
jeder schwärmte mir von hohen Reisegeschwindigkeiten und irren
Steigleistungen vor. Was blieb mir also anderes übrig, als auch noch schnell
den UL-Schein zu machen... Die UL-Fliegerei war dann auch der Auslöser, den
Verein zu wechseln, denn im Luftfahrtverein Mainz warteten zwei
vereinseigene FK 9 nur darauf, gechartert zu werden.
Mittlerweile hatte auch die Pulsar von Mainz-Finthen aus ihren Erstflug
hinter sich und Peter machte sich an die Flugerprobung. Da ich als Studentin
zu diesem Zeitpunkt noch viel Zeit hatte, nahm ich häufig auf dem rechten
Sitz Platz, so dass wir den größten Teil der Flugerprobung zusammen flogen
und ich die Pulsar immer besser kennen und schätzen lernte.
An den PPL-A hatte ich bis dahin immer noch keinen Gedanken verschwendet, da
ich mit dem folgenden Satz von Peter, der eines Tages fiel, im Traum nicht
gerechnet hätte: "Hast du nicht Lust, die Pulsar zu fliegen??"
Erstmal war ich natürlich sprachlos und konnte gar nicht glauben, dass Peter
mir tatsächlich sein heißgeliebtes Flugzeug anvertrauen wollte... Trotzdem
realisierte ich dann doch ziemlich schnell, dass er es wohl ernst gemeint
hatte, denn einen Tag später hatte ich mich schon zur PPL-A-Ausbildung
angemeldet. Und nachdem ich 15 Stunden Cessna 150 überstanden und meinen
Schein in der Tasche hatte, wies mich Peter im Frühjahr 2002 auf die D-EPJH
ein. Und das war das Beste, was mir passieren konnte!
Zwischenzeitlich bin ich einige "Echo-Muster" geflogen, sei es mit Lycoming,
Rotax oder Thielert, Glascockpit oder Uhrenladen, kopfüber oder "straight
'n' level". Und eines weiß ich jetzt ganz sicher: Es ist ja alles nicht
schlecht, aber die Pulsar ist unschlagbar!!
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Der ATPL-Pilot

Alexander Holland
Von einem etwas anderen Schlag ist unser dritter Pilot im Bunde. Er hört auf
den gleichen Nachnamen wie Peter; wen wundert's, er ist sein Sohn.
Quasi in
einer Fliegerfamilie groß geworden, blieb ihm auch nichts erspart. Im zarten
Alter von 14 Jahren lernte er Segelfliegen, natürlich wieder in Rüdesheim.
Nach dem Abitur kam die Bundeswehrzeit, natürlich bei der Luftwaffe, wenn
auch nur am Boden, aber immerhin!
Danach begann der Leidensweg des ATPL. Er kämpfte sich vom Segelflieger
durch bis zum Luftfahrerschein für Linienpiloten. Als er gerade damit fertig
war, kam der berühmte "11. September" und danach SARS. Seit dieser Zeit
ging's in der Luftfahrt nur noch drunter und drüber und niemand brauchte
junge Piloten. Zwischenzeitlich hat er den Einstieg dennoch geschafft und
"der lange Weg nach vorn links" hat begonnen....
Über einen "Kolbenschüttler" und die Beech King Air B200, die lange Zeit
hier im Bild stand, ging´s zwischenzeitlich weiter auf sein neues Spielzeug,
eine Challenger CL 604.
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