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  23.02.2008       Neue Website über die Allgemeine Luftfahrt

Aus den Rückmeldungen von euch wissen wir, dass sich viele sich mit dem Gedanken der Fliegerei beschäftigen, aber den Sprung auf die andere Seite des Flugplatzzauns scheuen. Es gibt einfach zu viele Fragen, die man sich selbst stellt, aber Anderen nicht zu stellen traut, weil sie vielleicht blöd klingen könnten oder weil man Angst hat, man würde gleich in eine Art Werbegespräch mit Ausbildungsvertrags-Unterschriftszwang gedrückt.

All dem kann ab sofort abgeholfen werden! Es gibt jetzt eine neue Website, auf der wirklich alle Fragen rund um die Allgemeine Luftfahrt kompetent und griffig behandelt werden. Eine uns nicht unbekannte Mitarbeiterin der AOPA-Germany hat diese Website erstellt. Und sie hat es prima gemacht! Ich persönlich kenne keine Site, die diese Thematik auch nur annähernd so gut und umfassend behandeln würde.

Also: Wenn jemand Interesse an der Fliegerei mit Ausnahme der reinen Verkehrsfliegerei hat, dann einfach mal reinschauen unter www.flieg-doch-mal.de

Peter


17.02.2008
      
Hurra, wir sind wieder flügge!

Unsere "Kleine", die Juliett-Hotel, hat es uns nicht übel genommen, dass wir sie etwa zwei Monate aus dem Verkehr genommen und gründlich durchgesehen haben. Seit heute ist sie wieder in der Luft anzutreffen.

Was hat sich in der Wartungszeit getan? Sie bekam erstmal das, was ihr zusteht: eine komplette Durchsicht einschließlich Endoskopeinsatz. Der erbrachte keinerlei Überraschungen, alles war so, wie es sein sollte. Dann brauchte sie ein paar neue Schuhe. Von den beiden Hauptfahrwerksreifen, die wir geliefert bekamen, war einer wegen Vulkanisationsfehlern schon als Neuteil Schrott. Es stellt sich dabei die Frage, wer in USA die Qualitätskontrollen macht. Aber wir bekamen nach ein paar versandten JPEG´s  anstandslos Ersatz geliefert. Bloß stand der Flieger die Zeit über nur auf zwei Füßen und einer Prothese aus Holz.

Da wir schon am Fußwerk waren, haben wir ihr auch neue Bremsscheiben spendiert. Und wir haben auch die Bremszylinder überholt, weil einer leicht zu lecken begonnen hatte. Es gibt da ein sehr schönes Kit vom Hersteller, das zudem die Bremsdrücke erhöht. Der Einbau hat sich wirklich gelohnt, denn die Bremse ist noch einmal um Klassen besser geworden!

Naja, und so kommt halt das Eine zum Anderen.

Noch "in der Mache" ist derzeit ein zusätzliches Kästchen als abgeschlossener Gepäckraum für längere Ausflüge. Unter unserem jetzigen Gepäckraum war noch jede Menge ungenutzter Platz. Dort haben wir nun ein herausnehmbares Kästchen "hineinkonstruiert", das bei Bedarf eingebaut und beladen oder auch komplett entnommen werden kann. Früher hätte das keinen Sinn gemacht, aber bei unserer Auflastung wurden aus maximal 10 kg Gepäck dankenswerterweise 20 kg. Das geht schwerpunktmäßig immer noch problemlos und jetzt halt auch vom Volumen her.

Was steht jetzt in diesem Jahr für uns eigentlich an?

Zunächst müssen wir noch den Transponder erneuern. Nicht, dass er kaputt wäre, nein, aber die Deutsche Flugsicherung meint, dass auch ALLE kleinen Flugzeuge einen sogenannten "Mode-S"- Transponder benötigen, wenn sie sich weiter wie bisher im Luftraum bewegen wollen. Das Blöde ist nur, dass selbst die Deutsche Flugsicherung die damit zusätzlich übertragenen Daten häufig nicht auswerten kann, weil sie selbst noch gar nicht entsprechend "hochgerüstet" hat. Und in Europa ist Deutschland mal wieder der Vorreiter. Die anderen Länder haben den Einführungstermin wieder verschoben... Aber so isses halt. Vorauseilender Gehorsam scheint uns eigen zu sein. Im März kriegt also auch unsere Juliett-Hotel einen neuen Mode-S-Transponder und sendet damit Daten, die die DFS vielleicht gar nicht sehen kann. Das geschieht ihnen wirklich Recht und kostet uns ja nur 2.500 Euro!

Nach dem erfolgten Gutachterwechsel können wir auch der endgültigen Zulassung ein Stück näher fliegen. Vielleicht schaffen wir in diesem Jahr noch alle Daten (das hängt ganz wesentlich vom Wetter ab), dann bliebe nur die Geräuschmessung noch übrig. Wie heißt's so schön: Kommt Zeit, kommt Rat. Zeit ist schon genug vergangen, also ist's jetzt Zeit für den Rat.


03.02.2008       Status Report

Ihr habt seeeeehr lange nichts mehr von uns gehört   ---   und wir haben dafür auch manche Rüge in Form freundlicher Mails einstecken müssen. Was war/ist los????

Des Rätsels Lösung ist recht einfach: Wir sind etwas müde geworden. Das letzte Jahr verlief fliegerisch bei weitem nicht so, wie wir es uns vorgestellt hätten. Nicht, dass der Flieger Probleme bereitet hätte, aber fliegerisch kamen wir nicht weiter. Entweder hatten wir keine Zeit, oder das Wetter wollte nicht. Jedenfalls haben wir noch nie so wenige Stunden auf unsrer JH zugebracht, wie im vergangenen Jahr.

Dieses Jahr kann also eigentlich nur besser werden und wir hoffen mal, dass wir auch der endgültigen Zulassung nunmehr ein gutes Stück näher kommen werden.

Der Flieger ist nach der traditionellen Winterpause mittlerweile fertig, steht aber noch in der Garage, weil wir noch schnell eine Form der oberen Cowlinghälfte bauen wollen. Das steht für nächstes Wochenende an. Und dann kann's wieder losgehen!

Was hat sich diesen Winter getan? Eigentlich nicht viel. Es standen nur die normalen Wartungsarbeiten an. Lediglich mit unserer Heizung waren wir nicht zufrieden und haben noch mal umgebaut. Dazu Näheres aber erst nach der Erprobung.

Aber nicht nur wir machen uns Gedanken um Verbesserungen an der Pulsar, auch die anderen Pulsarhalter sind aktiv. So haben wir vor kurzem eine Nachricht von Christian Männich bekommen, dass er in Zusammenarbeit mit einem Luftfahrtingenieur eines namhaften deutschen Flugzeugherstellers eine Bugradgabel aus CfK entwickelt hat. Christian schreibt:

Jeder Pulsarbetreiber ist inzwischen sicherlich auf die kleinen Schwächen unserer Lieblinge gekommen. Eine davon ist die Bugradgabel, ursprünglich aus Alu, jetzt aus Stahlblech gefertigt.

Hatte das Original gerne zur Rissbildung an der Stirnseite geneigt, ist die Stahlgabel ein schlechter Ersatz, denn sie schon bei Lieferung (blank) Roststellen, der nachträglich aufgebrachte Lack platzt unter der Radverkleidung gerne ab. Nebenbei passte in die Stahlgabel auch nur noch ein abgemagertes Laufrad ( Spornrad ) und keine 5“-Felge.

Das Sahnehäubchen war dann noch die Verfügbarkeit. Von der Anfrage in den USA bis zur gelieferten Gabel vergingen rund 9 Wochen und das natürlich mitten in der Flugsaison.

Diese Historie hat mich nicht nur auf die Palme gebracht, sondern auch auf die Idee nach Alternativen zu suchen. Hier bot sich mir dann im Mai 2007 bei einem Gespräch unter Fliegern und CFK+GFK-Künstlern die Chance das Projekt zu starten, eine Bugradgabel versuchsweise aus CFK zu fertigen. An ausgemusterten Vorlagen hat es nicht gemangelt und die richtigen Leute nickten das Projekt ab.

Zur Abrundung und nicht zuletzt für Sicherheit des Rechenwerks standen zudem die Fachleute von der OUV und aus dem Kreise der Pulsarerbauer Pate. Unser CFK-Künstler fertigte also nach der Vorlage einer Alugabel eine CFK-Gabel, die den Drop -Test ohne Probleme bestand. Im Dezember ´07 wurde die Gabel nach kleineren Anpassungsarbeiten für die Federpackung am Fahrwerksbein montiert. Nach Absprache mit meinem Prüfer wird die Gabel bis zur JNP im Juni ´08 erprobt.

Das Gewicht der Gabel mit Buchse beträgt 534 Gramm, die Buchse wurde für mich in ¾“ gefertigt. Zur Farbe: Die ist frei wählbar, jedoch nur wenn schwarz enthalten ist ;-).

Sollte nun Interesse an diesem Produkt "Made in Bavaria" bestehen, ist unser Freund gerne bereit weitere dieser Schmuckstücke zu fertigen. Ich bitte bei Interesse um Eure Anfragen, bitte mit den notwendigen Daten für das Fahrwerksbein, da hier unterschiedliche Durchmesser und Gabelhöhen im Einsatz sind. Als Preis wurden mir ca. 250,- € genannt."

eMail: info@maennich.de

Wenn also jemand aus der Pulsar-Gruppe oder auch ein Anderer eine solche Gabel brauchen könnte, wird Christian euch bestimmt weiterhelfen!

Hoffen wir nun auf eine gute Saison 2008! Besteht vielleicht auch Interesse an einem europäischen Pulsartreffen? Stinne und Lasse haben angedacht, derartiges in ihrer Fly-In-Community in Verchocq in Frankreich durchzuführen...